Konzentrationslager Natzweiler-Struthof

 

Ein Tag im KZ- Natzweiler

Am 21.03.2001 machten wir, die Klasse 9b der Schillerschule Rheinfelden, uns auf dem Weg zum Konzentrationslager Natzweiler-Struthof. Nach einer 2-stündigen Fahrt mit dem Bus trafen wir am KZ Natzweiler ein. Das Wetter passte zur Stimmung des KZ. Regnerisch und Neblig.

Unser Lehrer Herr Bernhard Buchty ermahnte uns, ruhig zu sein, da an diesem Ort über mehrere Jahre hinweg Tausende von Menschen gequält und grausam ermordet wurden.

Als wir das mächtige Tor am Eingang durchschritten, überkam uns ein Gefühl der Trauer, da direkt neben dem Tor die Gräber der Opfer neben einem aus Sandstein gebauten Mahnmal lagen. Es waren die selben Sandsteine, die die Jüdischen Häftlinge selber in mühevoller Arbeit aus dem Steinbruch des Lagers klopfen mussten. Eine unserer Mitschülerinnen wollte das KZ- Gelände nicht betreten, wie nach aussage unseres Lehrers keiner der Häftlinge in früherer Zeit wollte.

Wir schritten an den doppelt gesicherten Stacheldrahtzaun entlang. Inmitten dieses Zaunes pattroulierten tagsüber die Posten der SS und Nachts wurden Gänse, die bei einem Fluchtversuch sofort Alarm schlugen, in den Stacheldrahtgang getrieben. Acht Wachtürme überreizten des Lager und boten den SS-Schergen freies Schussfeld auf die Opfer die die Todeslinie, einen Stacheldraht über dem Boden überschreiten würden.

Die Baracken waren 27 m lang und 10 m breit, in den meisten der 27 Baracken waren die Juden untergebracht.

In einer Baracke waren die Zellen untergebracht. Es waren 20 Zellen und 8 Verschläge,die für die Juden beistanden. In einer Zelle waren bis zu 17 Leute eingepfercht.

Am einer Tafel an der Wand wurden die Strafen aufgelistet.                              

1er Grad: 3 Tage bei Wasser und Brot und einer Pritsche.

2er Grad: 48 Tage bei Wasser und Brot mit einer Pritsche

3er Grad: Bis zur Hinrichtung, die erste 3 Tage kein Wasser und Brot und kein sitzen oder liegen die ganzen drei Tage nur stehen

Als nächsten Punkt erreichten wir das Aschengrab, wo ein Mahnmal an die Toten Juden aller Lager des dritten Reiches erinnerte. Mit der Asche der Juden wurde unter anderem der Garten des Lagerkommandanten gedüngt.

Dann gingen wir zur Krematoriumsbaracke.

Am Eingang stand der Verbrennungsofen. Durch einen Aufzug zum Keller, wo die Leichen der Ermordeten gelagert wurden, konnten die zur Verbrennung bestimmten Juden in den Verbrennungsraum gebracht werden. Neben dem Verbrennungsraum war die Gaskammer mit den Duschen. Am ende des Ganges waren die Zellen für die für Experimente bestimmten Juden.

Daneben lag der Raum für die Experimente.

Die letzte Station war das Museum, indem die schrecklichen Bilder der Experimente und des Lagerlebens gezeigt wurden. Eines zeigte einen perversen Arzt, der einen Juden ohne die geringste Reue öffnete.

Ein Bild am Eigang des Museums zeigte einen Juden, der unter einer Decke lag und bis auf die Knochen abgemagert war.

Als wir uns wieder auf den Weg machten, blickten wir zurück auf ein Lager des Todes, indem während dem Bestehen des Dritten Reiches Tausende von Menschen ihren Tod erwarteten.

Nur weil sie eine, wie es damals hieß, "Rassenschäderische" Religion hatten.

Soetwas wie das Grauen der Judenverfolgung darf niemals wieder in der Geschichte der Menschheit geschehen.

Florian Schmidt

Klasse 9b Schillerschule Rheinfelden

 

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